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Medizinischer Hintergrund

Was sind Demenz, Delir und MCI?

Verminderte Gedächtnisleistung und leichte Denkverlangsamung sind Teil des gesunden Alterungsprozesses und sind nicht zwangsläufig Symptome einer demenziellen Erkrankung. Wenn aber die geistige Leistungsfähigkeit nachlässt und es schwierig wird, den Alltag selbstständig und aktiv zu gestalten, sollte eine Abklärung erfolgen.

Demenz

  • Gruppe von Krankheitsbildern, bei denen die kognitiven Funktionen der Betroffenen beeinträchtigt werden
  • Die Erkrankung verläuft langsam und progredient (langsam fortschreitend)
  • Beeinträchtigt können u.a. sein: Gedächtnis, Orientierung, Sprache, Auffassungsgabe, Urteilsvermögen und Lernfähigkeit
  • Es kommt zu einer Beeinträchtigung in Alltagsfunktionen
  • Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Demenzerkrankung in hohem Lebensalter

 

Delir (akute Verwirrtheit)

  • Verlust der Fähigkeit, mit der üblichen Klarheit und Kohärenz (Logik, in Zusammenhängen) zu denken
  • Betroffene reagieren unerwartet, sind leicht ablenkbar, unaufmerksam und haben Schwierigkeiten, sich zu orientieren.
  • Die Symptome treten im Tagesablauf wechselnd auf (Fluktuation).
  • „Verwirrtheit“ ist immer nur ein Symptom, nicht eine Diagnose und hat einen organischen Hintergrund. Ein Delir ist häufig reversibel.
  • Eine vorbestehende Demenz ist ein Risiko für die Entwicklung eines Delirs.
  • Unterschiedliche Formen: hypoaktives Delir (Teilnahmslosigkeit) und hyperaktives Delir (Agitiertheit, Unruhe)

 

Mild Cognitive Impairment (MCI)

  • Leichte, aber merkliche Beeinträchtigung von z. B. Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Denkvermögen
  • Tritt im höheren Alter gehäuft auf
  • Verursacht keine wesentliche, für den Alltag bedeutsame Einschränkung
  • Stellt ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Demenz dar (Übergang MCI in Demenz pro Jahr 10-20 %)
  • Kann auch im Rahmen von anderen Erkrankungen wie z. B. einer Depression auftreten